Am vergangenen Wochenende richtete sich der Blick der deutschen Radsport-Szene nach Bensheim. Bei den Deutschen Meisterschaften im Cyclocross (10.–11. Januar 2026) stellte sich unser Nachwuchstalent Valentin Koch der nationalen Elite. In einem hochkarätig besetzten Feld der Junioren U19 sicherte er sich nach einem harten Kampf den 20. Platz.
Eine Strecke für echte Spezialisten
Schon vor dem Startschuss war klar: Das wird kein gewöhnliches Rennen. Der knapp drei Kilometer lange Kurs rund um den Berliner Ring in Bensheim forderte den Fahrern alles ab. Ein Mix aus tiefem Matsch, aufgeweichtem Schnee und kräftezehrenden Sandpassagen machte die Strecke technisch extrem anspruchsvoll. Wer hier bestehen wollte, brauchte nicht nur Watt in den Beinen, sondern auch das nötige Fingerspitzengefühl auf dem rutschigen Untergrund.
Kampfgeist bis zur letzten Runde
Valentin, der eigentlich auf der Straße zu Hause ist, bewies einmal mehr seine Vielseitigkeit. Von Beginn an zeigte er eine beeindruckende Motivation und ließ sich von den widrigen Bedingungen und den eisigen Temperaturen nicht beirren. Während viele Fahrer mit Stürzen oder technischen Defekten zu kämpfen hatten, biss sich Valentin im Mittelfeld fest.
Besonders in den technischen Sektionen und an den künstlichen Hindernissen blitzte sein Potential auf. Mit einer Mischung aus Kraft und guter Cross-Technik arbeitete er sich Platz um Platz vor und belohnte sich schließlich mit einem starken 20. Rang in der deutschen Top-Elite seiner Altersklasse.
Ein solides Fundament für die Zukunft
Ein 20. Platz bei einer Deutschen Meisterschaft ist ein Ausrufezeichen – besonders wenn man bedenkt, dass Valentin diese Saison ohne spezielle Vorbereitung nach einer langen Straßensaison bestritt. Seine Ergebnisse im diesjährigen Winter, darunter der starke 5. Gesamtrang in der Gunsha Cross Challenge, zeigen eine steile Lernkurve.
„Valentin hat heute Charakter gezeigt. Auf diesem Boden war jede Runde ein Überlebenskampf, und er hat bis zum Zielstrich alles gegeben“, so das positive Fazit der mitgereisten Betreuer.
Mit dieser Leistung im Rücken blicken wir voller Vorfreude auf den nächsten Winter. Wenn Valentin diese Form und seinen Kampfgeist konserviert, ist in der nächsten Saison noch deutlich mehr drin.

